Primäre GIST wachsen lokal begrenzt und haben noch keine Tochtergeschwülste in anderen Organen gebildet. Die Standardbehandlung besteht deshalb in der operativen Entfernung des Tumors.
Von einem primären GIST spricht man, wenn der Tumor lokal begrenzt wächst und noch keine Tochtergeschwülste (Metastasen) im Körper gebildet hat. Ein solcher Tumor ist in der Regel einer Operation zugänglich.
Die Entfernung von GIST bedarf der besonderen Aufmerksamkeit des Operateurs. Denn wenn der Tumor bei der Entfernung verletzt wird, können Tumorzellen im Körper verbleiben und zur Bildung von Tochtergeschwülsten führen. Um sicherzustellen, dass auch mit bloßem Auge nicht erkennbare Tumoranteile erfasst werden, wird außerdem ein Teil des gesunden Gewebes rund um den Tumor mit entfernt. Wie groß dieser Sicherheitsabstand sein muss, wird im Einzelfall entschieden.
Aus diesen Gründen werden GIST in der Regel in offenen Operationen entfernt.[2]
Nur bei kleineren Tumoren ist eventuell auch eine so genannte laparoskopische Entfernung möglich. Bei dieser Operationstechnik werden entsprechende Spezialinstrumente durch einen sehr kleinen Hautschnitt in den Bauchraum eingeführt („Schlüsselloch-OP").
Doch selbst dann, wenn ein primärer GIST vollständig durch eine Operation entfernt wurde (R0-Resektion), kann die Erkrankung in bis zu 50 % der Fälle erneut auftreten.[5] Deshalb muss der Operationserfolg in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.[1, 2]
Die Kontrolle erfolgt z. B. mittels computertomographischer (CT-)Untersuchungen. So kann frühzeitig entdeckt werden, wenn der Tumor an gleicher oder anderer Stelle nachwächst oder Tochtergeschwülste entstanden sind. Die zeitlichen Abstände, in denen diese Untersuchungen durchgeführt werden sollten, hängen davon ab, wie hoch das Risiko für das Wiederauftreten (Rezidivrisiko) des Tumors im Einzelfall bewertet wird.[4, 5]
Die Bestimmung des Rezidivrisikos ist weiterhin wichtig, um gegebenenfalls eine weiterführende medikamentöse Therapie festzulegen. Denn bei Patienten mit einem mittleren oder hohen Risiko, kann im Anschluss an die Operation eine unterstützende (adjuvante) medikamentöse Behandlung mit Tyrosinkinasehemmern sinnvoll sein, um das erneute Tumorwachstum zu hemmen.[4]