Eine unterstützende (adjuvante) Therapie mit Tyrosinkinasehemmern kann dazu beitragen, das Risiko von Rückfällen nach einer Tumorentfernung zu vermindern. Dies zeigte eine Studie zur adjuvanten Therapie bei GIST.
Die wichtigste Therapiemaßnahme bei einem gastrointestinalen Stromatumor (GIST) besteht in der operativen Entfernung des Tumors.[1] In bis zu
50 % der Fälle treten jedoch innerhalb von fünf Jahren nach einer Operation erneut GIST-Tumoren auf.[2, 4]
In einer Studie wurde untersucht, ob Tyrosinkinasehemmer als adjuvante Therapie nach einer Tumorentfernung einsetzbar sind, um einem Rückfall (Rezidiv) vorzubeugen. Von einer adjuvanten Therapie spricht man, wenn eine Behandlungsmaßnahme eine andere ergänzen bzw. unterstützen soll.
In einer umfassenden wissenschaftlichen Studie an über 700 GIST-Patienten wurde untersucht, welchen Effekt eine adjuvante Therapie mit einem bestimmten Tyrosinkinasehemmer auf das Rückfallrisiko hat. An der Untersuchung nahmen ausschließlich Personen teil, die wegen eines GIST-Tumors mit einer Größe von über 3 cm Durchmesser operiert wurden. Weitere Voraussetzung für die Studienteilnahme war, dass der Tumor während des Eingriffs vollständig entfernt wurde und keine Anzeichen für einen bereits bestehenden Rückfall vorhanden waren.
Adjuvante Therapie =
ergänzende oder unterstützende Therapiemaßnahme nach der operativen Entfernung eines Tumors
Unter einer adjuvanten Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer kommt es also nach der Entfernung eines GIST-Tumors zu weniger Rückfällen.[3] Möglicherweise kann der Tyrosinkinasehemmer mikroskopisch kleine Tumorreste, die eventuell nach einer Tumorentfernung im Körper verblieben sind, wirkungsvoll bekämpfen. Damit der Tyrosinkinasehemmer richtig wirken kann, ist es notwendig, dass das Medikament regelmäßig und genau nach Anweisung des Arztes eingenommen wird.[2]
Wenn Sie bereits operiert sind oder operiert werden sollen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, ob eine adjuvante Therapie für Sie in Frage kommt.
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