Adjuvante

Therapieunterstützende Maßnahme

ATP

Adenosin-Tri-Phosphat: wichtigster Energielieferant in Körperzellen. An das Molekül Adenosin sind drei Phosphatgruppen gebunden. Bei der Abspaltung einer Phosphatgruppe wird Energie frei, die die Zelle für ihre Stoffwechselvorgänge benötigt.

Biopsie

Medizinische Untersuchung. Der Arzt entnimmt Gewebe aus dem Körper des Patienten, um z. B. die Art eines Tumors (gutartig oder bösartig) zu bestimmen. Das entnommene Gewebe wird zu diesem Zweck im Labor mikroskopisch untersucht und beurteilt.

Chemotherapie

Bei der Chemotherapie handelt es sich um eine systemische (im ganzen Körper wirksame) Behandlung, die u. a. in der Krebstherapie eingesetzt wird. Bei dieser Behandlungsform kommen chemische Substanzen (Zytostatika) zum Einsatz, welche das Wachstum von Krebszellen hemmen und zu deren Absterben führen.

c-KIT

Spezieller Rezeptor, auch CD117 genannt. Rezeptoren helfen den Zellen - ähnlich einer Antenne - Nachrichten zu

c-KIT-Gen

Das Wort KIT ist vom engl. Wort

CT

Computertomographie. Bildgebendes (röntgen-diagnostisches) Verfahren, bei dem einzelne Körperteile Schicht für Schicht betrachtet werden können.

Dosierung

Festlegung der Wirkstoffmenge pro Woche, Tag, die der Patient einnimmt etc.

Endoskopische Verfahren

griech. endon = innen, skopein = beobachten; Medizinisches Verfahren, bei dem starre oder flexible schlauch- oder röhrenförmige Instrumente verwendet werden, um das Innere des Körpers zu untersuchen oder Behandlungen durchzuführen.

Enzyme

Ein Protein in der Zelle. Enzyme katalysieren und steuern den überwiegenden Teil biochemischer Vorgänge im Körper - von der Verdauung bis hin zum Kopieren der Erbinformation.

ESMO

(engl.) European Society for Medical Oncology: Europäische Gesellschaft der Onkologen. Sie hat zum Ziel, die Vorbeugung, die Erkennung und die Behandlung von Krebserkrankungen zu verbessern. Dazu führt sie unter anderem Weiterbildungen für medizinisches Fachpersonal durch und versucht, das Thema Krebs in der Öffentlichkeit präsenter zu machen.

Exons

Teil eines Gens, das den Bauplan für Proteine enthält. Auf einem Gen befinden sich mehrere Exons, die durchnummeriert werden.

Gene

Erbfaktor. Abschnitt auf der Erbsubstanz DNA. Ein Gen stellt einen Informationsträger für den Bauplan des Körpers dar. Ein c-KIT-Gen trägt beispielsweise die Information, wie der c-KIT-Rezeptor aussehen und funktionieren soll.

Koloskopie

griech. kolon = Dickdarm, skopein = beobachten; Darmspiegelung; Eine medizinische Untersuchung, mit der der Dickdarm und die letzten Zentimeter des Dünndarms mit Hilfe eines flexiblen Schlauches von innen untersucht oder behandelt werden können.

Medizinische Leitlinien

Handlungsempfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge einer Erkrankung, die Ärzte in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. Leitlinien entstehen auf der Grundlage von Expertenwissen und klinischen Studien und werden gemäß dem Stand der Wissenschaft in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Metastasen

Absiedlungen (Tochterzellen) eines Tumors, die sich in anderen Köperregionen wie Bauchraum oder in anderen Organen ansiedeln. Bei GIST findet man am häufigsten Metastasen in der Leber.

MRT

Magnetresonanztomographie/Magnetresonanzimaging, Kernspinresonanztomographie: Verfahren, mit dessen Hilfe sich u. a. Aufnahmen von krankhaften Gewebeveränderungen erstellen lassen. Mediziner setzen es zur Diagnose verschiedenster Erkrankungen ein.

Mutation

Veränderungen des genetischen Erbgutes (DNA), spontan oder hervorgerufen durch z. B. äußere Einflüsse (Strahlung, Vergiftung, etc.). Mutationen können zu Änderungen oder Verlust der Funktionen von Genen führen und damit die Entwicklung von Zellen beeinflussen.

Nebenwirkungen

Unerwünschte Begleiteffekte einer Medikamenteneinnahme. Im Rahmen der Krebstherapie treten Nebenwirkungen teilweise deshalb auf, weil die Medikamente nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Körperzellen beeinflussen bzw. beeinträchtigen.

Onkologie

Fachbereich der Medizin, der sich mit der Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge vorn Krebserkrankungen befasst.

Pathologen

Facharzt für krankhafte Veränderungen des Körpers und deren Ursachen, der heute überwiegend erkrankte Gewebe begutachtet

PET

Positronen-Emissions-Tomographie: Verfahren, mit dessen Hilfe sich u. a. Aufnahmen von krankhaften Gewebeveränderungen erstellen lassen.  Dabei wird eine schwach radioaktiv markierte Substanz verabreicht und die Verteilung der Substanz im Gewebe dargestellt. Je nach Aktivität des Gewebes, lagert sich mehr oder weniger Substanz an. Mithilfe der PET können Mediziner so die Stoffwechselaktivität von Tumorgewebe (also die „Tumorlebensaktivität

Positronen

Positiv geladenes Elementarteilchen.

Primärtumor

Erstgeschwulst/ -tumor. Der erste Tumor bei einer Krebserkrankung. Er kann Ausgangspunkt weiterer bösartiger Tumoren (Absiedlungen bzw. Metastasen) in anderen Organen sein.

Psychoonkologen

Facharzt für Psychiatrie oder Psychologe, der sich speziell mit den psychischen und sozialen einschließlich sozialrechtlichen Bedingungen, Folgen und Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung befasst

Resektion

Entfernung, z. B. eines Tumors

Rezidiv

Insbesondere bei spät entdeckten Krebsarten kann es vorkommen, dass nach der Erstbehandlung des Krebses im Laufe der Zeit ein Rückfall = Rezidiv auftritt. Das Rezidiv kann am Ort des Ersttumors entstehen (Lokalrezidiv) oder als Absiedlungen in anderen Organen = Metastasen oder Tochtergeschwülste.

Rezidivrisiko

Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor erneut auftritt

 

Spurenelemente

Nährstoffe, die im Körper in geringer Konzentration (weniger als 50 mg/ kg Körpergewicht) vorkommen. Zu den Spurenelementen zählen: Chrom, Kobalt, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink.

Stoffwechsel

Chemische Prozesse in allen Zellen und Geweben des Körpers, die Voraussetzung für Leben, Wachstum und Erneuerung der Zellen sind. Ein Beispiel ist der Zuckerstoffwechsel in einer Zelle: Traubenzucker (Glukose) dient den Zellen als Energielieferant.

Symptome

Krankheitszeichen

Therapie

Behandlung einer Krankheit, Heilverfahren

Tyrosinkinasen

Enzyme bzw. Biokatalysatoren, die als Schalter für verschiedene Zellaktivitäten dienen. Gesunde Zellen besitzen Antennen (Rezeptoren), die sich in der Zellwand befinden. Sie können von außerhalb der Zelle kommende Signale aufnehmen und an die Zelle weitergeben. Bekommt der Rezeptor ein Signal von einem Botenstoff (ein sog. Stammzellfaktor), aktiviert er die Tyrosinkinase. Diese gibt ihrerseits Signale in das Zellinnere bis zum Zellkern weiter.

Vitamine

Benötigt der Körper für lebenswichtige Funktionen. Wasserlösliche Vitamine sind: Vitamin C, Vitamin B1, B2, B6 und B12, Niacin, Pantothensäure, Biotin, Folsäure. Fettlösliche Vitamine sind: Vitamin A, D, E und K.

Wirkstoffe

Ein Wirkstoff ist der Teil eines Medikaments, der im Körper die gewünschte arzneiliche Wirkung hervorruft. Nicht zu den Wirkstoffen gehören sogenannte Hilfsstoffe, die dem Medikament z. B. als Trägersubstanz zugegeben werden.