Um die Wirksamkeit der Therapie und die Entwicklung der Erkrankung bei fortgeschrittenem GIST überprüfen zu können, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von GIST ist die regelmäßige Überprüfung des Therapieerfolgs. Abhängig vom Krankheitsverlauf sollte jeder Patient mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem GIST regelmäßig Kontrolluntersuchungen erhalten. Die erste Kontrolle erfolgt in der Regel innerhalb von 3 Monaten nach Beginn einer medikamentösen Therapie. 
Je nachdem, ob der Tumor gut auf die Behandlung anspricht oder ob ein rasches Fortschreiten oder das Neuauftreten von Metastasen zu erwarten ist, können die nachfolgenden Untersuchungen in Abstanden von 3–6 Monaten erfolgen. Dies wird jedoch in verschiedenen Kliniken unterschiedlich gehandhabt. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber, welches Vorgehen in Ihrem Fall sinnvoll ist.

aerztin_gross
Novartis

Ziele einer regelmäßigen Kontrolle bei fortgeschrittenem oder metastasiertem GIST sind:

  • Überprüfung des Therapieerfolgs im Sinne eines Ansprechens des Tumors
  • Frühzeitiges Erkennen eines Fortschreitens der Erkrankung im Sinne eines weiteren Tumorwachstums oder dem Neuauftreten von Metastasen
  • Erkennen von Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen der Therapie

Die Kontrolle beinhaltet verschiedene Untersuchungen

Generell wird Ihr behandelnder Arzt Sie bei allen Kontrolluntersuchungen ausführlich zu Ihrer Krankengeschichte befragen: Wie geht es Ihnen unter der laufenden Therapie, gibt es Veränderungen oder neu hinzu gekommene Beschwerden. Sie können sich auf diese Gespräche vorbereiten, indem Sie Ihre Beobachtungen im Alltag aufschreiben und die Notizen mit zum Arzttermin nehmen.

Desweiteren wird Ihnen Blut abgenommen, damit sich Ihr Arzt einen Überblick über 
z. B. den Zustand Ihrer Blutzellen und Ihrer Leber- und Nierenwerte verschaffen kann, da diese Werte unter der medikamentösen Therapie verändert sein können.

Einen wesentlichen Bestandteil der Kontrolluntersuchungen stellen bildgebende Untersuchungen wie die Computertomographie (CT) dar. Anhand der Befunde kann Ihr Arzt beurteilen, wie sich Größe und vor allem Dichte des Tumorgewebes unter der Therapie verändert haben.

Quellen: Markus Wartenberg/Peter Reichhardt: Patientenratgeber GIST, onkologie-düsseldorf.de, http://www.daslebenshaus.org

Stand: 10.06.2010

Autor: Michaela Spaeth-Dierl