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Behandlungsmöglichkeiten in frühen Tumorstadien

24.09.2013

In vielen Fällen ist eine Heilung von GIST durch eine Operation möglich. Moderne Medikamente können die operative Behandlung unterstützen und ein Leben mit der Erkrankung ermöglichen.

Behandlungsmöglichkeiten in frühen TumorstadienFrühe Tumorstadien werden als primäre gastrointestinale Stromatumoren (GIST) bezeichnet. Hierbei ist der Tumor örtlich begrenzt und kann - soweit dies mit derzeitigen Untersuchungsmethoden vor einem Eingriff beurteilbar ist - durch eine Operation vollständig entfernt werden. Das entfernte Tumorgewebe wird nach der Operation von einem Pathologen genauer untersucht, um abzuschätzen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Tumor erneut auftritt. Auch anhand einer Mutationsanalyse kann besser abgeschätzt werden, wie sich die Erkrankung weiter entwickelt und ob sie voraussichtlich auf eine zusätzliche medikamentöse Behandlung anspricht. [1]

 

Die Operation steht bei primären GIST an erster Stelle

Wird bei der Erstdiagnose ein einzelner Tumor gefunden, der örtlich begrenzt ist (primärer GIST), ist die Operation die Therapie der Wahl, denn sie bietet die einzige Möglichkeit, die Erkrankung zu heilen.

Für Ärzte und Apotheker

Fachinformationen zur Therapie bei primärem GIST

In Einzelfällen kann auf eine Operation verzichtet werden, wenn sich der GIST im Bereich des Magens befindet und kleiner als 2 cm ist. Diese Entscheidung kann z. B. bei Patienten sinnvoll sein, für die eine Operation sehr belastend wäre (hohes Alter, zusätzliche schwere Erkrankungen). Es werden dann in 3-6 monatigen Abständen Untersuchungen durchgeführt, um den Krankheitsverlauf zu kontrollieren.

Kleine GIST in anderen Körperregionen, die eine größere Tendenz zur Ausbreitung bzw. Streuung haben, werden in der Regel operativ entfernt. [1, 2]

 

Tyrosinkinasehemmer nach der Operation können Rückfallrisiko senken

Finden sich bei der genaueren Untersuchung des Tumorgewebes Hinweise darauf, dass ein hohes Rezidivrisiko besteht, kann eine Behandlung mit einem Tyrosinkinasehemmer im Anschluss an die Operation erfolgen. Diese unterstützende Therapie (adjuvante Therapie) kann das Rückfallrisiko bei primärem GIST deutlich verringern. [1]

 

Besonderheiten der Behandlung von primären GIST

GIST sprechen weder auf die Behandlung mit herkömmlichen Krebsmedikamenten (Chemotherapie), noch auf Bestrahlung (Strahlentherapie) an. Die einzige Möglichkeit der Heilung, ist die vollständige operative Entfernung des Tumors. [1, 2]

 

Die regelmäßige Nachsorge ist wichtig

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von GIST sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Dies gilt auch, wenn der Tumor chirurgisch vollständig entfernt werden konnte. Die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Kontrolluntersuchungen richten sich danach, wie hoch das individuelle Risiko für einen Rückfall ist.

Quellen:
[1] http://www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/gastrointestinale-stromatumore-gist/index_html#therapie, zuletzt besucht am 21.06.2013
[2] http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/weitere-tumorarten/gist.php#inhalt17, zuletzt besucht am 21.06.2013

Stand: 21.06.2013
Autor: Dr. Ruth Wissler
Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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