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Krebs und Psyche

GIST: Das Leben in den Mittelpunkt stellen

11.12.2013

Die Angst vor einem erneuten Auftreten der GIST-Erkrankung ist etwas völlig Normales. Doch es gibt einige Möglichkeiten, aktiv gegenzusteuern und so zu mehr Lebensqualität zu gelangen.

Hilfe und Unterstützung gibt es auch nach der Therapie Auch nach einer abgeschlossenen Behandlung sind Sie nicht allein. Ärzte, Psychologen und andere Therapeuten stehen Ihnen weiterhin zur Seite. Viele Patienten finden es hilfreich, wenn Sie sich mit anderen GIST-Betroffenen über Sorgen und Ängste, aber auch Lösungswege und positive Erfahrungen austauschen können. Wenn alle Behandlungen erfolgreich abgeschlossen und die letzten Nachsorgeuntersuchungen gut verlaufen sind, ist das eine große Erleichterung. Allerdings fragt sich wohl jeder, der den Krebs erfolgreich bekämpft hat: „Was kommt nach der Therapie? Wie geht mein Leben weiter?"

Während der Zeit der Therapie haben sich Ärzte und Pflegepersonal intensiv um Sie gekümmert. Vielleicht wurden Sie auch von einem Psychologen oder Psychoonkologen betreut. Nun sind Sie, abgesehen von den Nachsorgeuntersuchungen, in der Regel auf sich selbst gestellt. Das kann bedeuten, dass Sie sich unsicher fühlen oder sich Sorgen machen, ob die GIST-Erkrankung eventuell zurückkommt.

 

Die Furcht vor einer Wiedererkrankung ist völlig normal

Die Angst vor einem möglichen Rückfall ist eine ganz normale Reaktion auf die Erfahrungen mit der Erkrankung. Im Prinzip ist dies ein Schutzmechanismus, der dafür sorgt, sich einer Bedrohung zu stellen. Sie können die Situation zum Anlass nehmen, über Ihr Leben nachzudenken und sich über Ihre Bedürfnisse klarer zu werden. Vielleicht ändert sich hierdurch letztendlich auch Ihr Selbstbild und Ihr Selbstvertrauen wird gestärkt.

Der Gedanke an einen Rückfall wird insbesondere in den ersten Jahren immer wieder auftauchen und möglicherweise nie ganz verschwinden. Auch wenn Sie es nicht unter Kontrolle haben, ob Ihre Erkrankung zurückkommt oder nicht, so können Sie dennoch beeinflussen, wie viel Raum die Beschäftigung damit in Ihrem Leben einnimmt.

 

Das Leben wieder in den Mittelpunkt stellen

Im Verlauf Ihrer Erkrankung waren Sie vermutlich immer wieder mit starken Ängsten konfrontiert. Vielleicht haben Sie inzwischen Ihre eigenen wirkungsvollen Strategien entwickelt, damit umzugehen. Damit auch die Rückfallangst nicht so übermächtig wird, dass Sie Ihr Leben völlig bestimmt, sollten Sie dagegen bewusst angehen.

Es gibt einige Möglichkeiten, Ängsten aktiv gegenzusteuern, z. B.:

  • erkennen, wovor Sie genau Angst haben (z. B. Schmerzen, erneute Therapie), dadurch wird man oft handlungsfähiger
  • sich mit anderen Betroffenen austauschen (z. B. Selbsthilfegruppen, Patientenvereinigungen)
  • zusätzliche Informationen suchen, denn Wissen kann Sicherheit geben
  • Ihre Gefühle ausdrücken (z. B. Sport, Bewegung, Musizieren, Tanzen, Malen, Yoga, Qigong)
  • den Kontakt zu Menschen suchen, denen Sie vertrauen und die Sie schätzen
  • sich ablenken und Abstand gewinnen (z. B. Hobby, Aktivitäten mit Familie und Freunden)
  • sich neue Lebensziele suchen und positive Perspektiven schaffen.

Hilfe und Unterstützung gibt es auch nach der Therapie

Auch nach einer abgeschlossenen Behandlung sind Sie nicht allein. Ärzte, Psychologen und andere Therapeuten stehen Ihnen weiterhin zur Seite. Viele Patienten finden es hilfreich, wenn Sie sich mit anderen GIST-Betroffenen über Sorgen und Ängste, aber auch Lösungswege und positive Erfahrungen austauschen können.

Quelle: Diamantidis T. Den Krebs bewältigen und einfach wieder leben. TRIAS Verlag. 2. Auflage 2010

Erstellt am: 19.02.2012
Autorin: Dr. Ruth Wissler
Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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